Führend im Know-How

Die RC TRITEC AG begann in den späten Fünfziger-Jahren mit Tritium Markierung von organischen Substanzen in Glas-Vakuum-Linien. Konfrontiert mit den Problemen von Tritium Leckagen, klemmenden Ventilen, Glasbruch, etc., von Glas-Apparaturen, beschlossen wir eigene Tritium Manifold-Systeme zu entwickeln und zu bauen, um Tritium Markierungen oder Labelling so sicher und einfach wie möglich zu machen. Mit unserer nun mehr als 60 Jahren Erfahrung in praktischem Labelling und permanenter Zusammenarbeit mit vielen weltweit führenden Experten in Tritium Markierung, haben wir unsere Tritierungs-Apparaturen in Bezug auf Sicherheit ständig verbessert. Heute ist unser Konzept basierend auf Sicherheit, kombiniert mit Schweizer Herstellungsqualität ein führender Standard in Isotopenlabors weltweit.

Was ist Tritium?

Um die sichere Handhabung zu verstehen, müssen einige spezifische Eigenschaften von Tritium beachtet werden:

  • Tritium ist ein sehr schwacher Beta-Strahler mit einer max. β-Energie von 18.6 keV und einer mittleren Energie von nur 5.7 keV. 
  • Die max. Reichweite der Elektronen in der Luft beträgt 6 mm und durch einige Mikrometer von festem Material mit einer Dichte von schon 1g/cm3 werden sie vollständig abgebremst. D.h. der Körper kann durch externe Tritium-Bestrahlung nicht geschädigt werden 
  • Das Zerfallsprodukt von Tritium ist nicht radioaktives He-3, ein Edelgas
  • Tritium ist ein sehr mobiles Gas, welches relativ leicht durch viele Materialien diffundiert
  • Tritiumgas (T2) selbst wird kaum vom Körper absorbiert und ist sehr viel weniger gefährlich als HTO (Tritium-Wasser). 
  • HTO, die oxidierte Form von Tritium wird vom Körper sehr einfach aufgenommen, sei es durch Inhalation oder über Diffusion durch die Haut. HTO ist im Gleichgewicht mit dem Körper-Wasser und wird somit auch ausgeschieden. Die biologische Halbwertszeit von HTO im Körper beträgt ca. 10 Tage. Die Ausscheidung kann durch zusätzliches Trinken stark beschleunigt werden. 
  • Tritium Dosimetrie wird sehr einfach durch Flüssig-Szintillations-Messung von Urinproben gemacht.

Tritium Handling Systeme

Unsere Tritium Manifoldsysteme  sind Vakuum-Linien, vollständig aus Edelstahl hergestellt und He-Leck getestet bis unter 10-9 mbar l/sec. Das Tritium-Gas wird auf Uranspeichern in Form von Urantritid (UT3) gespeichert, wobei das T2 bei Raumtemperatur einen Gleichgewichts- Partialdruck von < 10-4 mbar hat. Damit ist das Diffusions- oder Abgabe-Risiko von Tritium während der Lagerung auf ein absolutes Minimum reduziert, da fast kein freies Tritium vorhanden ist. Wenn frisches Tritium ohne Zerfallsprodukt He-3 gebraucht wird, wird vorgängig freies He-3 abgepumpt, oder in der Matrix gebundenes He-3 wird durch Erhitzen des Speichers und anschliessende Abkühlung (mit vollständiger Rückabsorption von T2 ) freigesetzt und kann dann aus der Vakuumlinie abgepumpt werden. HTO kann im Manifoldsystem nicht gebildet werden, da kein Kontakt zwischen Sauerstoff und Tritium auftritt. Nach Verwendung von T2  kann überschüssiges Tritium einfach nach Abkühlung auf den U-Speicher rückabsorbiert werden.

Abgaben über die Abluft an die Umwelt werden damit auf ein Minimum reduziert.

 

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