

Unsere Firmengeschichte begann im Jahr 1934, als Albert Moritz Zeller im sonnigen Teufen im Appenzellerland die Radium Chemie AG gründete, aus der 1993 die RC Tritec AG hervorging.
Als ausgebildeter Pharmazeut machte sich Albert Moritz Zeller auf die Suche nach einer Hightech-Anwendung und wurde in der neu entdeckten Radioaktivität fündig: Radium-226, das damals erstmals zur punktuellen Behandlung von Tumoren eingesetzt wurde, versprach damals ein breites, für die allgemeine Gesundheit förderliches Anwendungsgebiet. In seinem Landhaus entwickelte und vertrieb Albert Moritz Zeller Wassergläser mit einer in den Boden eingelassenen Radium-226-Quelle als Trinkkur.
Kurz darauf begann Albert Moritz parallel dazu mit der Herstellung einer Leuchtfarbe auf Radiumbasis. Dies in harter Konkurrenz mit zahlreichen anderen Anbietern.
Nachdem sich das anfangs gepriesene Radium-226 als gesundheitsschädlich erwiesen hatte, suchten Albert Moritz Zeller und sein Sohn Albert Eduard nach einem sicheren Ersatz für die Herstellung von Leuchtfarben. Sie wurden in Tritium fündig, einem Isotop von Wasserstoff. Mit der damals neuartigen, durch Tritium aktivierten Leuchtstofftechnologie erhielt die Radium Chemie AG im Jahr 1961 als erster Hersteller die Importlizenz für den amerikanischen Uhrenmarkt. Damit begann unsere führende Rolle auf dem Gebiet der Nachleuchtpigmente für die Uhrenindustrie. Bereits damals zählten alle namhaften westlichen Uhrenmarken zu unseren Kunden.

Jedoch: Auch die mit Tritium aktivierte Leuchtfarbe war radioaktiv. Deshalb suchte Albert Reinhard Zeller, Geschäftsführer der 3. Generation, Anfang der 90er-Jahre nach einer Alternative, die in der Handhabung unbedenklich war.
In enger Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern entwickelte er ein keramisches Nachleuchtpigment auf Basis von Strontiumaluminat, dotiert mit Seltenen Erden. Dieses neuartige Material bot die Möglichkeit, UV-Licht zu speichern und zeitverzögert als sichtbares Licht abzugeben. Diese Erfindung legte den Grundstein für das heute führende Nachleuchtpigment für die Uhrenindustrie: Swiss Super-LumiNova®.

In den folgenden Jahren haben wir uns intensiv mit der Forschung und Entwicklung von Nachleuchtpigmenten beschäftigt. Das Ergebnis sind verschiedene Qualitäten, Emissionsfarben und über 5’000 verschiedene Körperfarben in unterschiedlichen Korngrössen.
Auch für die Applikation haben wir verschiedene Möglichkeiten entwickelt. Heute stellen wir alle notwendigen Werkzeuge für die Belegung der Swiss Super-LumiNova® Pigmente her, entwickeln in unserem Prototypenatelier individuelle Applikationsverfahren für unsere Partner und stellen auf Wunsch auch komplett aus Swiss Super-LumiNova® gefertigte Nachleuchtelemente her.
Unsere Erfahrung im Bereich der Radioaktivität und im Umgang mit Tritium wollten wir natürlich nicht verlieren. Auf der Suche nach alternativen Anwendungen Anfang der 90er Jahre waren wir massgeblich an der Mitentwicklung einer Markierung pharmazeutischer Wirkstoffe beteiligt.
Mit Tritium lassen sich vielversprechende Wirkstoffe relativ einfach markieren und ihre Wirkung sichtbar machen. Der Nachweis der Wirksamkeit ist Voraussetzung für die Zulassung eines neuen Medikaments.
In diesem wichtigen Prozess übernehmen wir die Rolle des Markierers für einen breiten Kundenkreis aus der pharmazeutischen und agrochemischen Industrie. Dabei bieten wir sowohl kundenspezifisch markierte Moleküle als auch einen Katalog mit immer wiederkehrenden Standardmolekülen an.
Zudem bieten wir für die Handhabung von Tritium und anderen radioaktiven Gasen geeignete Apparaturen an, die wir in unserer mechanischen Werkstatt selbst herstellen.
Weitere, hier nicht aufgeführte interdisziplinäre Anwendungen wie Szintillatoren zur Detektion von Neutronen oder die Entsorgung ionisierender Abfälle sind das Ergebnis unserer interdisziplinären Forschung und engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Sie alle hier zu nennen, würde den Rahmen sprengen.
Trotz unserer langen Geschichte sind wir stets auf dem Boden geblieben und freuen uns jeden Tag, Schweizer Qualität mit unseren Partnern zu teilen.
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